Paris ohne das Centre Pompidou wäre wie London ohne die Tate Modern. Nun bekommt Metz sein eigenes CP
Das Centre Pompidou ist eine Marke. Was wäre Paris ohne diesen architektonischen Meilenstein, dieses lebendige Zentrum für zeitgenössische Kunst mitten im Herzen der Stadt? Dieser Ort, wo sich die bildenden Künste mit Musik und Theater, mit Kino und Literatur sprichwörtlich Schulter an Schulter reiben. Der von Renzo Piano und Richard Rogers entworfene Bau symbolisiert zudem den Geist des 20. Jahrhunderts.
Nun führt das Centre Pompidou seinen ursprünglichen Auftrag weiter ins 21. Jahrhundert, und zwar in Metz. Im Mai ist Eröffnung der futuristisch anmutenden Stätte.
Sammlung, Galerie, Salon: Mit den Kunstsaelen Berlin eröffnet ein innovatives Ausstellungsmodell
Noch knirscht der schwarze Kieselsand auf dem Bürgersteig, Restspuren des eisigen Winters liegen wie ein dunkler Teppich auf den Gehwegen in Berlin-Schöneberg. Doch in der Beletage des Hauses Bülowstrasse 90 strahlen die hohen Altbauräume in frischem Weiß, Stuck und Parkett sind aufpoliert, die Räume mit indirekter Beleuchtung lichtdurchflutet. In den großzügigen Interieurs hat ein neues Ausstellungsformat Einzug genommen: die Kunstsaele Berlin.
„Lebt und arbeitet in Wien III“ in der Kunsthalle Wien
Wien, März 2010. Die Wiener Kunstszene ist vielseitig und eigenwillig, aber auch kritikfähig. Das ist nichts Neues. Diesen Kunststandort aber zum Inhalt einer Ausstellung zu machen, ist eher ungewöhnlich. Die Kunsthalle Wien begibt sich mit „Lebt und arbeitet in Wien III“ nun schon in die dritte Auflage einer Gruppenschau, zu der sie ein internationales Kuratorenteam einlädt, diese Szene, ihren Gestaltungsreichtum, ihre urbane Landkarte neu zu vermessen und in ihren Räumen zu bündeln.
Die erfolgreiche Portraitfotografin Martha Maas machte ab Mitte der 1930er Jahre plötzlich nur noch Bilder von Hunden und Katzen
Die Schicksale hunderttausender jüdischer Menschen während der deutschen NS-Herrschaft sind bis heute nicht dokumentiert. Sie wurden verdrängt, oder einfach nie erzählt. Auch Martha Maas geriet in Vergessenheit und wurde erst 70 Jahre später wiederentdeckt. Nun ist ihr eine Ausstellung mit Fotos und Originaldokumenten gewidmet.
Ab Ende 2009 waren die Stücke bereits in einer Ausstellung im Berliner Lette Verein zu sehen, jener Ort an dem Martha Maas einst ihre Fotoausbildung absolvierte. Im Sommer 2010 wird die Ausstellung im Zollverein Essen gezeigt.
Die Galerie Heike Curtze Berlin zeigt mit vier Künstlern eine deutsch-österreichische Gegenüberstellung
Berlin, Februar 2010. Bilder sprechen ihre eigene Sprache, und zwei Länder mit einer Sprache ebenso. Mit „Stille Post - eine Sprache, zwei Länder, vier Künstler“ lotet die Galerie Heike Curtze das deutsch-österreichische Spiel des zwischenmenschlichen Sprachverkehrs mit Zeichnung, Malerei und Skulptur aus.
Berge, grüne Almwiesen, ein gelbes Rapsfeld; Bauernhäuser mit roten Giebeldächern liegen eingebettet zwischen den sanften Hügeln des Alpenvorlandes. Beschaulich und friedlich wirkt das Idyll auf den Landschaftsgemälden des jungen Salzburger Malers Markus Krön und scheint mit seiner unsentimentalen Erzählweise keiner weiteren Erklärung zu bedürfen. ...