Hot Spot der Prozesse
„Lebt und arbeitet in Wien III“ in der Kunsthalle Wien
Wien, März 2010. Die Wiener Kunstszene ist vielseitig und eigenwillig, aber auch kritikfähig. Das ist nichts Neues. Diesen Kunststandort aber zum Inhalt einer Ausstellung zu machen, ist eher ungewöhnlich. Die Kunsthalle Wien begibt sich mit „Lebt und arbeitet in Wien III“ nun schon in die dritte Auflage einer Gruppenschau, zu der sie ein internationales Kuratorenteam einlädt, diese Szene, ihren Gestaltungsreichtum, ihre urbane Landkarte neu zu vermessen und in ihren Räumen zu bündeln.
von Irmgard Berner
Lisa Ruyter, The City Under The Sea, 2007 © Lisa Ruyter, Courtesy die Künstlerin; Georg Kargl Fine Arts, Wien; und Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg/Paris, Foto: Tania Marcadella, Wien
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Olez is hin
Die Galerie Heike Curtze Berlin zeigt mit vier Künstlern eine deutsch-österreichische Gegenüberstellung

Berlin, Februar 2010. Bilder sprechen ihre eigene Sprache, und zwei Länder mit einer Sprache ebenso. Mit „Stille Post - eine Sprache, zwei Länder, vier Künstler“ lotet die Galerie Heike Curtze das deutsch-österreichische Spiel des zwischenmenschlichen Sprachverkehrs mit Zeichnung, Malerei und Skulptur aus.
Berge, grüne Almwiesen, ein gelbes Rapsfeld; Bauernhäuser mit roten Giebeldächern liegen eingebettet zwischen den sanften Hügeln des Alpenvorlandes. Beschaulich und friedlich wirkt das Idyll auf den Landschaftsgemälden des jungen Salzburger Malers Markus Krön und scheint mit seiner unsentimentalen Erzählweise keiner weiteren Erklärung zu bedürfen. ...
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Wo liegt Dyarbakir?
Der Kunstraum Tanas beeindruckt mit subtilen und bissig-ironischen Video-Arbeiten junger kurdischer Künstler
Moderne Männlichkeitsrituale im Fußball. Kinder, die sich beim Spiel mit schwarzen Masken wie Guerillakämpfer gerieren. Zwei Künstler, die als Don Quichote und Sancho Panza auf Pferd' und Esels Rücken aus dem anatolischen Hochland in Richtung Tate Modern London aufbrechen.
Im fernen kurdischen Südostanatolien wächst jenseits der türkischen, kunstdominanten Metropole Istanbul eine junge lebendige Künstlergeneration heran, deren Entwicklung es lohnt zu verfolgen. Noch sind die Kunstschaffenden ausschließlich Männer...
von Irmgard Berner
Halil Altindere, Mirage, 2008. 3 C-Prints on dibond, per 80 x 120 cm, Courtesy: The artist. Copyright: Tanas
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Kultplatz der Freigeister
Die Verrückten Meister im Freien Museum in der Potsdamer Straße Berlin zelebrieren freie Kunst-Rituale
Rituale, gemeinschaftlich vollzogen, wirken einheitsstiftend, sie fördern Gruppenzusammenhalt und Verständigung. Was aber, wenn starke Künstlerindividuen sich zu einem Ritual zusammentun? Besteht dann nicht Explosionsgefahr? Wird solch ein Projekt nicht zum Hexenkessel, entstehen gar komplizierte Hierarchien?
von Irmgard Berner
Jeremie Martino, Chute/Fall, Öl auf Leinwand, 2009. photo: iberner
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Verführung durch das Triviale
Asta Gröting im Lentos in Linz
Verdauungssysteme aus Glas, der Makroorganismus Körper als filigrane, überdimensionierte Skulpturen, Insektenlarven, Kartoffelreihen aus Chrom. Das bildhauerische Spektrum der deutschen Künstlerin Asta Gröting verblüfft nicht nur durch seinen Formenreichtum.
von Irmgard Berner
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