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nurart.org
Bleiben Sie uns gewogen
"Schenkung mit Bedingungen", eine Kultursalondebatte über das Zusammenspiel von privaten Sammlern und öffentlichen Museen
Berlin, April 2010. Seit einem Jahrzehnt befinden wir uns im 21. Jahrhundert, und Berlin mit seinem imposanten Kulturpotential hat noch nicht mal ein Museum des 20. Jahrhunderts. Die Zeit läuft, und Sammler, die ihr Lebenswerk der Öffentlichkeit, sprich den Museen übergeben, ja sogar schenken wollen, werden im Alter von 80 Jahren langsam ungeduldig.
von Irmgard Berner
photo: Leonor Fini, Zwei Frauen / Due Donne, 1939. (Öl auf Leinwand, 34 x 24,5 cm), Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch © VG Bild-Kunst Bonn 2009
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Wie eine Blume auf der Müllhalde
Volker März und Sarah Haffner in der Galerie Tammen, bis 24. April
Berlin, März 2010. Nackt, helle Haut, schwarze Haare. Rote Ohren, rote Nippel, Pistole in der Hand. Und nicht größer als eine Puppe. Das ist Kafka. Der nackte schießende Kafka ist die Ikone des Künstlers Volker März. Er hat ihn mitgenommen nach Israel, hat die Tonfigur an den Strand von Tel Aviv gelegt und sie zum Checkpoint an der Grenze zu Gaza getragen, wo ihn die Soldaten natürlich aufhielten. In der Wüste Negev dann ist Kafka alias März so irritiert von tief fliegenden Kampfflugzeugen, dass er ein Kamel erschießt. Natürlich nicht wirklich. Aber absurd, heiß und hochpolitisch ist die Geschichte dennoch.
von Irmgard Berner
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Experiment Bülowstraße
Sammlung, Galerie, Salon: Mit den Kunstsaelen Berlin eröffnet ein innovatives Ausstellungsmodell

Noch knirscht der schwarze Kieselsand auf dem Bürgersteig, Restspuren des eisigen Winters liegen wie ein dunkler Teppich auf den Gehwegen in Berlin-Schöneberg. Doch in der Beletage des Hauses Bülowstrasse 90 strahlen die hohen Altbauräume in frischem Weiß, Stuck und Parkett sind aufpoliert, die Räume mit indirekter Beleuchtung lichtdurchflutet. In den großzügigen Interieurs hat ein neues Ausstellungsformat Einzug genommen: die Kunstsaele Berlin.
von Irmgard Berner
Dieter Krieg: "Einsamkeit des Blindgängers", Kohle auf Leinwand. Sammlung Oehmen. photo: iberner
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Wer war Martha Maas?
Die erfolgreiche Portraitfotografin Martha Maas machte ab Mitte der 1930er Jahre plötzlich nur noch Bilder von Hunden und Katzen
Die Schicksale hunderttausender jüdischer Menschen während der deutschen NS-Herrschaft sind bis heute nicht dokumentiert. Sie wurden verdrängt, oder einfach nie erzählt. Auch Martha Maas geriet in Vergessenheit und wurde erst 70 Jahre später wiederentdeckt. Nun ist ihr eine Ausstellung mit Fotos und Originaldokumenten gewidmet.
von Johannes Bock
Ab Ende 2009 waren die Stücke bereits in einer Ausstellung im Berliner Lette Verein zu sehen, jener Ort an dem Martha Maas einst ihre Fotoausbildung absolvierte. Im Sommer 2010 wird die Ausstellung im Zollverein Essen gezeigt.
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Hot Spot der Prozesse
„Lebt und arbeitet in Wien III“ in der Kunsthalle Wien
Wien, März 2010. Die Wiener Kunstszene ist vielseitig und eigenwillig, aber auch kritikfähig. Das ist nichts Neues. Diesen Kunststandort aber zum Inhalt einer Ausstellung zu machen, ist eher ungewöhnlich. Die Kunsthalle Wien begibt sich mit „Lebt und arbeitet in Wien III“ nun schon in die dritte Auflage einer Gruppenschau, zu der sie ein internationales Kuratorenteam einlädt, diese Szene, ihren Gestaltungsreichtum, ihre urbane Landkarte neu zu vermessen und in ihren Räumen zu bündeln.
von Irmgard Berner
Lisa Ruyter, The City Under The Sea, 2007 © Lisa Ruyter, Courtesy die Künstlerin; Georg Kargl Fine Arts, Wien; und Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg/Paris, Foto: Tania Marcadella, Wien
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